Der IKM auf dem Tag der Regionen: Grenzen überwinden – Facetten transnationaler Kooperation am Beispiel der Deutschen Metropolregionen

Wie können Metropolregionen grenzüberschreitende Entwicklungsräume gestalten und welchen Beitrag leisten sie zur europäischen Integration und Wettbewerbsfähigkeit? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der IKM-Fachveranstaltung „Grenzen überwinden: Facetten transnationaler Kooperation am Beispiel der Deutschen Metropolregionen“. Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des 4. Bundeskongress „Tag der Regionen“, zu dem die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, am 8./9. Juni 2026 nach Trier eingeladen hatte.

Anhand der Beispiele Zukunftsraum Berlin–Szczecin, Antenne Métropole und EVTZ Rhein-Alpen-Korridor wurde deutlich, dass Metropolregionen wichtige Brückenbauer zwischen Kommunen, Regionen, Staaten und europäischen Institutionen sind. Die vorgestellten Initiativen zeigen unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit – von vertraglich geregelten Partnerschaften über institutionalisierte Netzwerke bis hin zu Europäischen Verbünden für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Dabei stärken formale Strukturen Sichtbarkeit, Kontinuität und Handlungsfähigkeit, während die lokale Verankerung als entscheidender Erfolgsfaktor gilt.

Im Austausch wurde hervorgehoben, dass grenzüberschreitende Kooperation besonders dort erfolgreich ist, wo gemeinsame Herausforderungen als gemeinsame Entwicklungsaufgabe verstanden werden. Dank ihrer engen Vernetzung mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft können Metropolregionen Bedarfe frühzeitig erkennen, Interessen sektorübergreifend bündeln und innovative Lösungen anstoßen.

Zugleich eröffnen transnationale Kooperationen zusätzliche Chancen: Sie erleichtern den Zugang zu europäischen Fördermitteln, erhöhen die internationale Sichtbarkeit von Regionen und stärken deren politische Durchsetzungskraft. Mit Blick auf die EU-Förderperiode 2028–2034 sprachen sich die Teilnehmenden für eine stärkere Berücksichtigung funktionaler Stadt-Land-Räume und grenzüberschreitender Entwicklungsräume aus. Metropolregionen verstehen sich dabei ausdrücklich als strategische Partner, die mit Innovationskraft, Netzwerken und Umsetzungskompetenz einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung europäischer Politik leisten können.